Yoga ist eine Jahrtausende alte Disziplin, die im indischen Raum entwickelt
wurde. Sein Ziel ist es, den Menschen einen ganzheitlichen Weg zu innerem
und äusserem Frieden zu weisen. Er kann unabhängig von Alter, Geschlecht
und Religion erlernt werden.
Das Wort Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel
wie „verschmelzen“, „verbinden“, „vereinen“.
Yoga ist die Vereinigung des Körpers mit dem Geist und
des Geistes mit der Seele. Wörtlich übersetzt heisst
Yoga „Joch“, im Sinne von anschirren an Gott, Vereinigung
mit ihm suchen. In der indischen Tradition gibt es verschiedene
Schulen, die auf unterschiedlichem Wege dieses Ziel anstreben.
Die inzwischen auch im Westen bekanntesten Yoga-Wege sind:
Karma-Yoga – Weg des selbstlosen Handelns; Bhakti-Yoga – Weg
der Liebe und Hingabe; Kundalini-Yoga – der tantrische
Weg; Jnana-Yoga – Weg der intellektuellen Erkenntnis;
Raja-Yoga – wörtlich „der königliche
Yoga“, der identisch ist mit dem Yoga des Patanjali.
Der indische Gelehrte Patanjali lebte ca. im vierten Jh. v.
Chr. und verfasste, in Form von Aphorismen, die „Yoga
Sutras“, das älteste und heute noch erhaltene Textbuch
des Yoga. Sein Lehrsystem umfasst acht Stufen – auch
bekannt als „der achtgliedrige Weg des Yoga“.